Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Farmers Factory GmbH (Melkweg 3, 49847 Wielen)

(Stand: Juli 2025)

  1. Allgemeine Bestimmungen
    • Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der Farmers Factory GmbH (im Folgenden „Anbieter“ oder „wir“) und unseren Kunden über die von uns angebotenen Dienstleistungen, sofern nicht im Einzelfall eine abweichende schriftliche Vereinbarung (Textform genügt) getroffen wird.
  • Unsere Dienstleistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Verbraucher im Sinne von § 13 BGB können unsere Dienstleistungen nicht in Anspruch nehmen.
  • Für den Umfang der Dienstleistung ist das Angebot maßgebend. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden gelten jedoch nur insoweit, als wir ihnen ausdrücklich schriftlich zugestimmt haben. In allen anderen Fällen sind ausschließlich diese AGB für den Vertrag maßgeblich. Sofern nichts anderes vereinbart, gelten die AGB in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen bzw. jedenfalls in der dem Kunden zuletzt in Textform mitgeteilten Fassung auch für gleichartige künftige Verträge, ohne dass wir in jedem Einzelfall wieder auf sie hinweisen müssten. Mit Vertragsschluss werden die AGB mit ihrem gesamten Inhalt Bestandteil des Vertrages.
  • Rechtserhebliche Erklärungen und Anzeigen, die nach Vertragsschluss vom Kunden uns gegenüber abzugeben sind (z.B. Fristsetzungen oder ähnliche Erklärungen), sind zu ihrer Wirksamkeit schriftlich, d.h. in Schrift- oder Textform (z.B. Brief, E-Mail) abzugeben. Gesetzliche Formvorschriften und weitere Nachweise insbesondere bei Zweifeln über die Legitimation des Erklärenden bleiben unberührt.
  • Hinweise auf die Geltung gesetzlicher Vorschriften haben nur klarstellende Bedeutung. Auch ohne eine derartige Klarstellung gelten daher die gesetzlichen Vorschriften, soweit sie in diesen AGB nicht unmittelbar abgeändert oder ausdrücklich ausgeschlossen werden.
  • Unsere AGB gelten auch dann, wenn wir in Kenntnis entgegenstehender oder von diesen AGB abweichenden Bedingungen des Kunden die Leistung vorbehaltslos ausführen. Schweigen auf Erklärungen des Kunden ist nicht als Zustimmung zu werten.
  1. Vertragsgegenstand, Vertragsschluss, Vertragsdurchführung
    • Unsere Angebote sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind oder eine bestimmte Annahmefrist enthalten. Vorstehendes gilt für die angebotsbegleitenden Unterlagen (digital oder physisch) entsprechend.
  • Der Anbieter bietet eine onlinebasierte Weiterbildungs- und Netzwerkplattform für landwirtschaftliche Führungskräfte an, deren Leistungen die Kunden im Rahmen einer Mitgliedschaft abrufen können. Diese umfasst folgende:
  • Teilnahme an diversen Online-Veranstaltungen und Formaten
  • Zugang zu Videokursen und einem Unternehmer-Netzwerk in einem internen Mitgliederbereich
  • Teilnahme an einer jährlichen Präsenzveranstaltung
    • Die Inanspruchnahme der angebotenen Leistungen, einschließlich aller zur Verfügung gestellten Materialien (z. B. digitale Inhalte, Schulungsmaterialien, Videos), ist ausschließlich Kunden vorbehalten, die eine gültige Mitgliedschaft abgeschlossen haben.
  • Während der Laufzeit der Mitgliedschaft erhalten Mitglieder Zugang zu den vereinbarten Leistungen. Ein Abruf oder eine Nutzung der Inhalte außerhalb der aktiven Mitgliedschaft ist nicht gestattet.
  • Ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen dem Kunden und uns kommt mit der Übermittlung einer Annahmeerklärung des vom Anbieter übermittelten Angebots durch den Kunden zustande. Die Annahmeerklärung erfolgt durch die digitale Unterzeichnung des Angebots und die Rückübermittlung an uns.
  • Sämtliche Informationen bezüglich der Inhalte, Preise etc. des jeweiligen Angebots des Anbieters werden dem Kunden vor Vertragsschluss in einem gemeinsamen Telefonat oder Video-Call detailliert vorgestellt. Im Anschluss wird dem Kunden das Angebot per E-Mail übermittelt, um eine informierte und verbindliche Annahme zu ermöglichen.
  • Gibt es mehr Interessenten als Plätze, werden die Plätze nach chronologischer Reigenfolge des Eingangs der Anmeldung vergeben.

  1. Vertragslaufzeit und Kündigung
    • Der Vertrag wird mit der Unterzeichnung des Angebots durch den Kunden rechtsverbindlich geschlossen. Die Mitgliedschaft in der Farmers Factory Academy hat eine feste Vertragslaufzeit von 12 Monaten, beginnend mit der Durchführung des Onboarding-Gesprächs, in dem der Kunden die Zugangsdaten zur Online-Plattform erhält.
  • Der Vertrag verlängert sich automatisch um weitere 12 Monate, sofern er nicht spätestens 4 Wochen vor Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit schriftlich (z. B. per E-Mail) gekündigt wird.
  1. Rücktritt; Nichtteilnahme; Mindestteilnehmerzahl
    • Sofern der Kunde mindestens sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn vom Vertrag zurücktritt, wird eine Bearbeitungsgebühr von EUR 499,00 fällig. Sollte der Kunde weniger als sechs, aber mehr als zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn vom Vertrag zurücktreten, hat er 50 % der Vergütung der 12-monatigen Vertragslaufzeit zu tragen. Tritt der Kunde weniger als zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn vom Vertrag zurück, hat er die Vergütung für die vereinbarte Vertragslaufzeit zu tragen.
  • Im Falle eines Abbruchs, des Versäumnisses oder anderweitiger Nichtteilnahme an einem gebuchten und bereits bezahlten Angebot besteht ebenfalls kein Anspruch auf Rückerstattung der Vergütung oder Teilen davon.
  • Bei Nichterreichung der vorgesehenen Mindestteilnehmerzahl, sind wir berechtigt, jederzeit vor Beginn der Ausführung der Dienstleistung vom Vertrag zurückzutreten, ohne entschädigungspflichtig zu sein.

  1. Vergütung; Zahlungsbedingungen
    • Der Kunde verpflichtet sich zur Entrichtung der anfallenden Vergütung für die Erbringung der Dienstleistung durch den Anbieter. Die Höhe der jeweils zu zahlenden Vergütung ergibt sich aus dem Angebot, das im Rahmen eines Telefonats oder Video-Calls vorgestellt wird. Die Zahlung der vereinbarten Vergütung wird mit Beginn der Mitgliedschaft, also mit Durchführung des Onboarding-Gesprächs, fällig.
  • Die Zahlung erfolgt per Überweisung oder Lastschrift.

  • Bei Zahlungsverzug behält sich der Anbieter vor, den Zugang zur Plattform bis zur vollständigen Begleichung der offenen Beträge zu sperren.

  • Der Kunde ist nicht berechtigt, gegenüber unseren Forderungen aufzurechnen, es sei denn, seine Gegenansprüche sind rechtskräftig festgestellt oder unbestritten.
  • Ein Kunde darf sein Zurückbehaltungsrecht nur dann ausüben, wenn sein Gegenanspruch auf demselben Vertrag beruht.
  • Bei unvorhergesehenen Hindernissen oder Zusatzkosten bei der Erbringung der Dienstleistungen bemühen wir uns, den Kunden zu informieren; wir sind zudem berechtigt, den erforderlichen Mehraufwand in Rechnung zu stellen. Sind wir aus von uns nicht zu vertretenden Gründen teilweise oder vollständig an der Durchführung der Dienstleistungen gehindert dürfen wir die Zahlung folgender Positionen vom Kunden verlangen:
  1. den Betrag aller nicht zurückerstattungsfähigen Kosten, welche uns entstanden sind; und
  2. den Teil der vereinbarten Vergütung, der dem bereits erbrachten Teil der Dienstleistungen entspricht. 

  3. Nutzung der Plattform
    • Der Zugang zur Farmers Factory Academy ist ausschließlich dem jeweiligen Kunden persönlich vorbehalten. Die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte ist nicht gestattet.
  • Sämtliche Inhalte der Plattform, einschließlich Videokurse und Beratungsunterlagen, sind urheberrechtlich geschützt. Die Weitergabe, Vervielfältigung oder kommerzielle Nutzung der Inhalte durch den Kunden ist untersagt.
  1. Präsenzveranstaltungen
    • Die Teilnahmegebühr an der jährlichen Präsenzveranstaltung ist in der Jahresmitgliedschaft enthalten. Kosten für Übernachtung und Getränke außerhalb des Tagungsprogrammes (z.B. am Abend) trägt der Kunde selbst.
  • Abmeldungen von Präsenzveranstaltungen sind bis spätestens 7 Werktage vor Veranstaltungsbeginn kostenfrei möglich. Der Anbieter behält sich vor bei späterer Abmeldung oder Nichterscheinen, Kosten für Unterkunft und Verpflegung in Rechnung zu stellen.
  1. Pflichten und Mitwirkung des Kunden
    • Der Kunde verpflichtet sich, alle nicht offenkundigen Informationen, insbesondere die Inhalte der Mastermind-Gruppen oder Beratungen, vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben, es sei denn wir haben der Weitergabe vorher ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

    • Der Kunde erkennt an, dass wir für eine für ihn zufriedenstellende Durchführung der von uns geschuldeten Leistungen auf die umfassende Mitwirkung des Kunden angewiesen sind.
  • Der Kunde verpflichtet sich, die bereitgestellten Inhalte und Empfehlungen aktiv umzusetzen und sich in Gruppen- oder Einzelberatungen konstruktiv einzubringen.
  • Der Kunde trägt die Verantwortung für die Einhaltung gesetzlicher und betrieblicher Vorgaben bei der Umsetzung der vermittelten Inhalte.
  • Wir sind berechtigt, den Vertrag mit dem Kunden jederzeit fristlos zu kündigen und eine angemessene Entschädigung zu verlangen, sollte der Kunde trotz erfolgloser Abmahnung gegen seine Pflichten aus dieser Ziffer 5 verstoßen oder seinen Mitwirkungspflichten nach dieser Ziffer 5 nicht nachkommen. Einer Abmahnung bedarf es im Falle des Verstoßes gegen Ziffer 1 nicht.
  1. Ausschluss der Erfolgsgarantie

Ein bestimmter Erfolg, weder für die persönliche Entwicklung des Kunden noch für positive (wirtschaftliche) Entwicklungen seines Unternehmens, kann nicht versprochen werden und ist auch nicht geschuldet. Insbesondere stellt unsere Beratung keinen Ersatz für die Tätigkeit eines Psychotherapeuten dar.

  1. Verschiebung oder Absage von Leistungen; Leistungsänderungen
    • Der Anbieter behält sich vor, Termine für Online-Veranstaltungen oder Präsenz-Veranstaltungen (z. B. Krankheit des Referenten) zu verschieben oder abzusagen.
  • Der Kunde wird rechtzeitig informiert und ein Ersatztermin wird angeboten. Ein Anspruch auf Schadensersatz besteht nicht.
  • Wir behalten uns bei Eintreten besonderer, nicht vorhersehbarer und von uns nicht zu vertretender Umstände (z.B. Krankheit) geringfügige Leistungsänderungen vor, sofern es sich um unwesentliche Leistungsänderungen handelt – wie z.B. die Kursplanänderung oder die Änderung des Referenten –, und sie dem Kunden gegenüber zumutbar sind.
  1. Nutzungsausfall bei technischen Problemen
    • Der Anbieter ist bemüht, die Plattform jederzeit erreichbar zu halten. Kurzfristige Wartungsarbeiten oder technische Störungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Der Anbieter bemüht sich, den Kunden über geplante Wartungsarbeiten rechtzeitig zu informieren.
  • Ein Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung besteht nicht.
  1. Haftung
    • Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Für die Folgen angewandter Erkenntnisse haften wir nicht.
  • Schadens- und Aufwendungsersatzansprüche des Kunden („Schadensersatzansprüche“), gleich aus welchem Rechtsgrund, insbesondere wegen Verletzung von Pflichten aus dem Schuldverhältnis, unabhängig davon ob vertraglicher oder vorvertraglicher Art, und aus unerlaubter Handlung, sind ausgeschlossen.
  • Dies gilt nicht, soweit zwingend gehaftet wird, z.B. in Fällen des Vorsatzes, der groben Fahrlässigkeit, wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und wegen der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Verpflichtung, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf). Der Schadensersatzanspruch für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist jedoch auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt oder wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit gehaftet wird. Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Kunden ist mit den vorstehenden Regelungen nicht verbunden.
  • Die sich aus Vorstehendem ergebenden Haftungsbeschränkungen gelten auch bei einer Pflichtverletzung durch Personen, deren Verschulden wir nach gesetzlichen Vorschriften zu vertreten haben, z.B. Vertreter und Erfüllungsgehilfen. Soweit unsere Haftung ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung unserer Angestellten, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
  • Der Einwand des Mitverschuldens (§ 254 BGB) bleibt unberührt.
  • Schadensersatzansprüche verjähren innerhalb von 12 Monaten ab Erbringung der Dienstleistung, es sei denn die Anwendung der regelmäßigen gesetzlichen Verjährung (§§ 195, 199 BGB) würde im Einzelfall zu einer kürzeren Verjährung führen.
  • Schadensersatzansprüche des Kunden wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, in Fällen des Vorsatzes und der groben Fahrlässigkeit verjähren jedoch ausschließlich nach den gesetzlichen Verjährungsfristen.
  1. Höhere Gewalt

Sollten wir ganz oder teilweise aus schwerwiegenden Gründen, die unvorhersehbar sind und außerhalb unserer Kontrolle liegen („Höhere Gewalt“), wie z. B. Naturkatastrophen, Krieg, terroristische Aktivitäten, Arbeitskämpfe oder Epidemien und Pandemien, daran gehindert werden, unsere Verpflichtungen nach dem Vertrag zu erfüllen, so werden wir von unserer Leistungspflicht befreit und tragen keine Verantwortung für die teilweise oder vollständige Nichterbringung der vertraglichen Verpflichtungen.

  1. Schriftform; Anwendbares Recht; Gerichtsstand
    • Ergänzungen und Abänderungen der getroffenen Vereinbarungen einschließlich dieser AGB bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Zur Wahrung der Schriftform genügt die telekommunikative Übermittlung, insbesondere per E-Mail. Mündliche Zusagen unsererseits vor Abschluss dieses Vertrages sind rechtlich unverbindlich und mündliche Abreden zwischen dem Kunden und uns werden durch den schriftlichen Vertrag ersetzt, sofern sich nicht jeweils ausdrücklich aus ihnen ergibt, dass sie verbindlich fortgelten.
  • Es gilt das Sachrecht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  • Gerichtsstand und Erfüllungsort ist Wielen. Wir sind jedoch in allen Fällen auch berechtigt, den Kunden an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen. Vorrangige gesetzliche Vorschriften, insbesondere zu ausschließlichen Zuständigkeiten, bleiben unberührt.
  1. Schlussbestimmungen
    Falls eine Bestimmung dieser AGB aufgrund eines Gesetzes oder einer anderen Regelung nichtig, unwirksam oder undurchführbar sein sollte, werden die übrigen Bestimmungen dieser Bedingungen hiervon nicht berührt. An die Stelle der nichtigen, unwirksamen oder undurchführbaren Klausel tritt die Regelung, die der Kunde und wir bei sachgerechter Abwägung der beiderseitigen Interessen gewählt hätten und den gesetzlichen Regelungen entspricht. Entsprechendes gilt für die Füllung etwaiger Lücken in diesen Bedingungen.

Wielen, den 20. Juli 2025